Tenure Track

Tenure Track bedeutet die Zusage, nach einer befristeten Bewährungszeit eine Lebenszeitprofessur zu erhalten. So kann ein*e Juniorprofessor*in ohne erneute Ausschreibung und mithin unter Ausschluss externer Konkurrenz auf eine Lebenszeitprofessur an der eigenen Hochschule übernommen werden.

Grundsätzlich soll diese Tenure-Track-Option jedoch nur für diejenigen Juniorprofessoren in Betracht kommen, die nach der Promotion die Hochschule gewechselt oder eine mehrjährige wissenschaftliche Tätigkeit außerhalb der eigenen Hochschule wahrgenommen haben. Dieses Hausberufungsverbot ist eingeführt worden, um persönliche Bevorzugungen zu verhindern und stattdessen das Bestenprinzip zu gewährleisten.

Ob ein*e Juniorprofessor*in sich bewährt hat, wird in der zweiten Hälfte der Professur im Rahmen eines Bewertungsverfahrens geprüft. Ähnlich wie bei der Zwischenevaluation muss ersie dann einen Selbstbericht vorgelegen. Dieser enthält neben einer kritischen Stellungnahme und Dokumentation der Tätigkeiten auch das Forschungs- und Lehrkonzept für die künftige Professur, sowie Nachweise zu Führungskompetenzen, zum Beispiel durch Leitung von Arbeitsgruppen. Ist das Evaluationsergebnis negativ und wird die Person nicht regulärer als Professor*in übernommen, muss erneut über die Juniorprofessur entschieden werden.